TTL und Cache: Warum Änderungen warten
DNS wird nicht zentral gleichzeitig aktualisiert.
Eine Antwort hat ein Haltbarkeitsdatum
TTL bedeutet, wie viele Sekunden eine DNS-Antwort im Cache bleiben darf. 3600 entspricht einer Stunde. Ein Resolver, der den alten Wert gerade abgefragt hat, darf ihn bis zum Ablauf behalten. Ein anderer fragt bereits den neuen Wert ab. Dieser Unterschied ist meistens erwartbar.
Vor dem Umzug planen
Senke die TTL mindestens eine bisherige TTL vor dem Wechsel. Wenn bisher 86400 Sekunden gelten, bringt eine Absenkung fünf Minuten vor dem Umzug keine zuverlässige Beschleunigung: Alte Antworten können noch bis zu einem Tag leben. Lass alte und neue Infrastruktur überlappend funktionieren.
Auch Fehler werden gespeichert
Ein nicht vorhandener Name kann negativ gecacht werden. Die Dauer hängt von der SOA-Konfiguration und den Resolverregeln ab. Ein neu angelegter Record erscheint deshalb nicht zwingend sofort bei jedem Nutzer. Browser, Betriebssysteme und Anwendungen können zusätzliche Caches besitzen.
Nicht jede Abweichung ist Cache
Geografische Antworten, Lastverteilung und Anbieter-Proxys können absichtlich verschiedene IP-Adressen liefern. Wenn TTLs ablaufen und der Fehler bleibt, kontrolliere die autoritative Quelle, AAAA und die Nameserver-Delegation. Pauschal 48 Stunden warten ist keine Fehleranalyse.